Grundschüler bei der FFI

Igstadter Grundschüler zu Gast bei der Freiwilligen Feuerwehr Igstadt
Bericht: Martin Schmidt

Am Freitag der 29. November fand die jährliche Brandschutzerziehung statt. Die Schulkinder der dritten Klasse der Peter-Rossegger-Schule besuchten am Vormittag das Feuerwehrgerätehaus. Hierfür war ein „Experimentalunterricht“ vorgesehen, wobei den Kindern die Gefahren des Feuers bei unsachgemäßem Umgang aufgezeigt wurden und wie man sich im Brandfall richtig zu verhalten hat.

Über ihre bisherige Erlebnisse mit der Feuerwehr und was sie denn denken, welche Aufgaben sie zu bewältigen hat, erzählten die Kinder am Anfang der Unterrichtsstunde. Anschließend wurde ihnen mit Hilfe von kleinen Experimenten anschaulich erklärt, welche Materialien sich leicht entzünden können, welche nicht und wo denn der Unterschied zwischen einem „nützlichen“ Feuer und einem „bösen“ Feuer liegt.
Danach wurde mit einem kleinen Rauchhaus mittels einer Nebelmaschine und Spielfiguren ein Wohnungsbrand dargestellt, bei dem die Kinder demonstrieren sollten, welche Gefahren es gibt und wie man sich bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte richtig zu verhalten hat. Dabei galt es den richtigen Notruf abzusetzen. Mit Hilfe einer eigens dafür entworfenen Telefonanlage konnte Brandschutzerzieher Erik Dahlhäuser zusammen mit den Grundschülern das korrekte Telefonieren mit der Leitstelle trainieren. Im weiteren Verlauf lernten sie auch die Funktionsweise eines Rauchmelders kennen, welche Funktion er hat und was dessen Auslösen bedeutet.

Anschließend hatten die Kinder, passend zur Weihnachtszeit, die Möglichkeit unter fachkundiger Anleitung das richtige Anzünden und Ausblasen von Wachskerzen zu üben. Auch hierbei stand wieder der Gedanke der Brandschutzerziehung im Vordergrund. So wurde den acht- bis zehnjährigen beigebracht nie alleine, sondern nur unter Aufsicht eines Erwachsenen, eine Kerze zu entzünden sowie darauf zu achten, dass dies immer auf einer nicht brennbaren Unterlage geschieht und Kleidung sowie lange Haare durch geeignete Maßnahmen aus dem Gefahrenbereich zu entfernen sind.

Gegen zwölf Uhr begab sich die Gruppe zum Sportplatz, wo Jugendwart Martin Schmidt, seine Kameraden Thorsten Schmidt und Benjamin Heckl den Kindern und Betreuern bei einer Fahrzeugführung alle feuerwehrtechnischen Geräte erklärte. Anschließend konnten sie miterleben, wie sich ein Feuerwehrmann für den Einsatzfall ausrüstet, welche Geräte oder Werkzeuge er dafür benötigt und warum er unter seiner Atemschutzmaske etwas schwerer zu verstehen ist. Nach dem Motto „das Beste kommt zum Schluss“ fürhten die Aktiven Kameraden den Grundschulkindern eine so genannte „Fettexplosion“ vor. Bei diesem Experiment wurde in einem Behälter flüssiges Fett so lange erhitzt, bis es selbständig weiter brannte. Danach demonstrierte man, was passiert wenn Wasser in so einer Situation als Löschmittel genommen wird. Die darauffolgende Stichflamme war eine erstaunliche aber doch eher sehr abschreckende Erfahrung für die Kinder. Durch ersticken der Flamme, mit Hilfe eines Deckels, zeigten die Feuerwehrmänner wie ein Fettbrand richtig zu löschen ist.

Nach einem für die Kinder spannenden und unterhaltsamen Vormittag waren sich am Ende der Veranstaltung Schulkinder, Lehrer sowie die aktiven Kameraden einig, dass dies wieder eine gelungene Veranstaltungen war, die auch in Zukunft weiter regelmäßig von der Freiwilligen Feuerwehr Igstadt für die dritte Klasse der Peter-Rossegger-Schule angeboten wird. Weiterhin besteht die Möglichkeit bei der Kindergruppe (8-10 Jahre) der Freiwilligen Feuerwehr Igstadt den „Ihster Lösch Frösch“ mehr über die Feuerwehr zu erfahren. Oder mit zehn Jahren oder älter direkt in die Jugendfeuerwehr einzusteigen.