Herbstabschlussübung

„Hurra, hurra die Schule brennt“ Objekt der diesjährigen gemeinsamen Jahresabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehren Igstadt und Breckenheim war die Peter-Rosegger-Schule in Igstadt. Planung und Leitung der Übung lag, wie in den vergangenen Jahren, in den Händen von Günther Seitz, Wehrführer der FFW Breckenheim. Dieser hatte das folgende realitätsnahe Szenario entwickelt: In einem Klassenzimmer ist ein Brand ausgebrochen, den darin befindlichen Schülern ist der Fluchtweg über das mit Brandrauch angereicherte Treppenhaus nicht möglich.

Beim Eintreffen am Objekt bot sich den alarmierten Feuerwehren dieses Bild: dichte Rauchschwaden (erfreulicherweise nur von einer Nebelmaschine erzeugt) dringen aus den Fenstern eines Nebengebäudes der Schule. Mehrere eingeschlossene Grundschüler, schreien um Hilfe. Nun galt es schnell zu handeln. Nach Vorbringen der Wasserversorgung in den Schulhof, drang ein Trupp zum Innenangriff unter schwerem Atemschutz in die stark mit Brandrauch angefüllten, und damit schwer einsehbaren Räume, vor.

Gleichzeitig rückte ein Trupp, mittels Steckleiter, zu den eingeschlossenen Schülern über ein Fenster vor. Die Feuerwehrmänner fanden, in dem ebenfalls stark mit Brandrauch angefüllten Raum, mehrere Schüler, darunter auch ein Bewusstloser (in Form eines Dummys). Unter starker Sichtbehinderung gelang es den Wehrmännern, die Schüler, nach Sicherung mit dem Rettungsknoten, wohlbehalten über die Steckleiter in den Schulhof zu verbringen. War dies geschehen, galt die Aufmerksamkeit der bewusstlosen Person. Es hieß diese auf einer Trage zu sichern, und dann mittels der Methode des Leiterhebels aus dem Gefahrenbereich zu verbringen.

Nach Abschluss der Übung, welche von zahlreichen Zuschauern beobachtet wurde, waren alle eingesetzten Geräte sowie das Schlauchmaterial wieder auf den Einsatzfahrzeugen zu verladen. Hiernach hatte Wehrführer Günther Seitz alle beteiligten Feuerwehrkameraden zu einer äußerst wohlschmeckenden Stärkung ins Feuerwehrgerätehaus nach Breckenheim eingeladen. Hier zeigte sich Seitz, bis auf ein paar Feinheiten, sehr zufrieden mit der Durchführung der Übung. Auch mit dieser Jahresabschlussübung konnten die Wehren somit ihre Kenntnisse sowie ihre Einsatzbereitschaft im Brandfall deutlich machen. 

Aber: „Gott zu Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ so lautet der Leitspruch der Feuerwehren. Leider wird beiden in der heutigen Zeit meist nur noch wenig Interesse gezollt. Jeder sollte aufgerufen sein, sowohl Gott als auch dem Nächsten zu dienen. Wer verlangt nicht im Brand- oder Unglücksfall das Eingreifen der Feuerwehren. Aber wie viele Menschen setzen sich für ihre Wehren ein? Sollte es nicht im Interesse eines jeden liegen, die Mannschaftsstärken der Feuerwehren durch eigenen Einsatz zu erhöhen, um noch besser vor dem „Feuerteufel“, geschützt zu sein, und diese tatkräftig zu unterstützen, und nicht dem Spruch folgen: „Heiliger Sankt Florian beschütz mein Haus, zünd andere an“???

Erich Herbst